Rundfahrt mit der MA 48

DSCN0019 Am 8. Oktober 2014 fuhren wir, die Schüler der 2CK, gemeinsam mit den Schülern der 1BAKA sowie der 1BAKB auf eine Exkursion zu verschiedenen Standorten der MA 48. Begleitet von Frau Prof. Fuchs, Frau Prof. Raab und Herr Prof. Reisinger besichtigten wir insgesamt vier Stationen, durch die uns eine Dame der MA 48 führte.

Der erste Stopp unserer Rundfahrt brachte uns zur Abfallbehandlungsanlage Rinterzelt im 22. Bezirk. Hierbei handelte es sich zunächst um Privatentsorger, die sich allerdings nicht durchsetzen konnten. Grund dafür waren etwa der zu geringe Anteil von Wertstoffen sowie fehlende Geräte, die die Trennung übernehmen würden, daher folgte im Nachhinein der Konkurs.DSCN0027

Anschließend daran übernahm die Stadt Wien den Komplex und führte unter anderem ein effektives Sammelsystem für die verschiedenen Müllfraktionen ein. In der Anlage befindet sich ein Labor, wo eine Analyse von unbekannten Substanzen durchgeführt wird – anschließend werden sie der richtigen Entsorgung hinzugeführt.

Außerdem verfügt die Anlage über einen eigenen Anschluss an die Gleise der ÖBB, dieser dient dazu, die gesammelten Sekundärrohstoffe an den richtigen Ort zu transportieren.

DSCN0022Die nächste Station führte uns zur Deponie Rautenweg. Nachdem diese 80 Jahre lang als Hausmülldeponie diente, deponiert sie seit 2008 keinen Restmüll mehr, sondern lediglich Schlackenbeton aus Verbrennung.

Die Deponie ist insgesamt ganze 58 Hektar groß, begrünt und die einzige seiner Art in Wien. Sie pflegt eine Kooperation mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU).

Im Anschluss fuhren wir zum Mistplatz Stadlau, einem von insgesamt 18 in Wien. Hier können Privatpersonen bis zu zweimal täglich 1 m³ Müll ablegen. Alttextilien wie etwa Jeans, Pullover etc. werden hier von der Kolpingvereinigung abgeholt, außerdem werden hier Fundgegenstände aller Art abgegeben.

Als letztes unternahmen wir noch einen Stopp zum Kompostwerk Lobau, welches täglich bewässert und ständig umgesetzt wird. Das aufbereitete Kompostrohmaterial umfasst rund  100.000 Tonnen pro Jahr. Der Wiener Kompost erreicht die höchste Qualifizierung, die Güteklasse A+, und ist daher auch für den biologischen Landbau geeignet.

Es war alles in allem ein interessanter Ausflug, der uns praxisnahe Einblicke in die Aufgaben der MA 48 zeigte. Erstaunlich zu sehen, wie aufwendig und durchdacht unsere Müllverwertung ist.

Alex Wieser & Ivan Schmidt