Premiere des Films „Das radikal Böse“ – Exkursion der 2EK

Radikale_Böse_FilmAm Mittwoch den 15.1.2014 am Nachmittag gingen wir, die 2EK, zur Premiere des Films „Das radikal Böse“ in das Gartenbaukino. Der Regisseur des Films, Stefan Ruzowitzky, der persönlich anwesend war, hatte 2008 für den Film „Die Fälscher“ einen Oscar gewonnen. Begleitet wurden wir von Herr Prof. Kinzl und Frau Prof. Egger-Raser.

Der Film erforscht, wie es möglich war, dass Soldaten damals so viele Unschuldige, vor allem Juden, bei Erschießungen töten konnten, obwohl sie dies ursprünglich für falsch hielten. Um herauszuarbeiten, wie die Männer tickten, verschachtelt Ruzowitzky Archivbilder und alte Filmausschnitte, Auszüge aus Heften, in denen die Anzahl der getöteten Juden festgehalten wurde, Gerichtsprotokolle, Zeugenaussagen und Rekonstruktionen von Experimenten. Es wurden Originalzitate aus Tagebüchern und Briefen der Soldaten vorgelesen. Auch wurden Interviews mit Wissenschaftlern gezeigt und ein Mann aus der Ukraine erzählt wie er damals für die Soldaten eine Grube graben musste, damit die Juden dort erschossen werden konnten. Die Soldaten machten mit, weil alle mitmachten. Sie hatten Angst, ihre Kameraden im Stich zu lassen, zu versagen. Die ersten paar Male waren schrecklich für sie doch mit der Zeit wurde es Routine. Das Erschießen ihrer Mitmenschen wurde für sie etwas ganz „Natürliches“.

Nach dem Film folgte eine Diskussion mit dem Regisseur mit einigen interessanten Fragen und Antworten.

Ich persönlich fand den Film großartig und er hat mich auch zum Nachdenken gebracht. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.

Gracia Batinic