Teambildungstage der 3BS in der Südsteiermark

Als man uns mitteilte dass wir v0n 20. bis 22. September 2010 nach Tieschen in die Südsteiermark fahren würden um dort unsere Teambildungstage zu verbringen, waren wir, freundlich ausgedrückt, skeptisch. Nicht wenige fragten sich ob wir die Zeit in der Schule nicht besser nutzen hätten können.

Man ließ uns im Unklaren darüber, was uns dort genau erwarten würde. Das Ziel jedoch wurde klar definiert: Die Klassengemeinschaft zu verbessern um mit vereinten Kräften in der 3. Klasse weiter arbeiten zu können.

Nach der dreistündigen Busfahrt und einer kurzen Pause auf einer Raststätte, waren wir in Tieschen angekommen. Unsere Unterkunft für die nächsten 3 Tage machte einen gepflegten ersten Eindruck. Als uns die Zimmer zugeteilt wurden und wir die Schlüssel bekamen, durften wir endlich unsere Unterkünfte beziehen. Wir waren erstaunt über die liebevoll, im Landhausstil gestalteten Zimmer, die sowohl Geräumigkeit, als auch einige andere Annehmlichkeiten vorweisen konnten.

Nach zwei Stunden, in denen uns Zeit gegeben wurde unsere Koffer auszupacken, und ein wenig zu entspannen, wurden wir aufgefordert uns auf der Wiese unserer Anlage zu versammeln.

Nun konnten die Teambildungstage beginnen.

Unsere Betreuer für die nächsten Tage hießen Jasmin und Andreas. Beide waren sehr motiviert die nächsten Tage mit uns interessant zu gestalten.

Am ersten Nachmittag in der Steiermark haben wir viele lustige Spiele und Übungen gemacht, mit dem Ziel uns noch besser kennenzulernen und einander mehr zu vertrauen.

Abends waren wir alle sehr erschöpft und freuten uns wahnsinnig auf unser Abendessen, welches uns in Form eines Buffets angeboten wurde. Es standen immer mehrere Gerichte zur Auswahl, so dass es auch allen schmeckte. Nach dem Abendessen gab es eine kleine Nachtwanderung und der Abend konnte gemütlich bei Gesang an einem Lagerfeuer ausklingen.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag erfuhren wir, dass wir ein Floß bauen sollten. Also fuhren wir mit drei Bussen zu einem nahegelegenen See. Dort verbrachten wir den ganzen Tag.

Anfangs wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Beim Bauen des Floßes mussten wir im Team zusammenarbeiten, was uns anfangs zwar schwer fiel, später jedoch sehr gut funktionierte. Auch jene, die sich eher zurückhielten, steuerten gute Ideen bei und halfen eine schwimmtaugliche Konstruktion zu bauen. Es stellte sich bald heraus, dass es zwei Arten von Teammitgliedern gab. Die Passiven, die eher mit der theoretischen Konstruktion beschäftigt waren und die Aktiven, die durch ihr Handeln verschiedene Möglichkeiten ausprobierten. Schon bald war klar, dass eine Gruppe alleine mit dem Bau des Floßes überfordert war und so entstand eine Annäherung zwischen denen die handelten, und denen die planten.

Als dann jeder von uns auf dem Floß saß, hatten alle das Gefühl etwas Wertvolles geleistet zu haben und jeder begriff was wir leisten konnten wenn wir gemeinsam arbeiteten. Diese Aufgabe  war meiner Meinung nach die wichtigste Lektion welche uns aufgezeigt wurde.

Zu Mittag wurde uns ein Gulaschtopf gebracht, der unseren Hunger stillte und uns Kraft für den Nachmittag gab.

Die zweite Hälfte des Tages stand ganz im Zeichen des Vertrauens. Durch Spiele, wie einen Spaziergang durch den Wald mit verbundenen Augen, bei dem wir uns gegenseitig über die Beschaffenheit des Geländes informieren mussten, wurde uns gezeigt wie sehr wir auf die Hilfe unserer Kollegen angewiesen waren. So wurden wir auch vor ein zwischen zwei Bäumen gespanntes Netz gestellt und mit der Aufgabe betraut, durch die ungleichgroßen Löcher auf die andere Seite zu steigen. Da einige der Löcher auf Augenhöhe waren gestaltete sich dies als äußert schwierig und wir waren gezwungen einander durch die Öffnungen zu heben.

Am Ende dieses Tages waren alle erschöpft und müde also wurde uns die Chance gegeben nach dem Abendessen den Abend mit Humor ausklingen zu lassen.

Der nächste Tag gestaltete sich noch spektakulärer als der vorherige. Anfangs dachten wir, die Aufgabe eine Wasserleitung zu bauen sei eine leichte und schnell zu erledigende, allerdings stellte sich heraus, dass es weitaus schwieriger war als angenommen.

Wir durften uns selbst in verschiedene Positionen einteilen und so ergab sich ein Projektleiter und mehrere Arbeitsgruppen. Durch ständige Absprache und Planen standen wir schon bald vor einer voll funktionstüchtigen Wasserleitung, die mit einem Wassermelder und einem Wasserrad ausgestattet war. Nach erfolgreicher Erledigung dieser Aufgabe war die Stimmung unter uns ausgelassen und sehr zufrieden, dass wir diese Herausforderung so gut hatten lösen können.

Als wir uns im Bus Richtung Wien befanden schliefen die meisten von uns und ruhten sich von den Strapazen der Tage und Nächte aus und als nun die Hauptstadt unseres schönen Landes in der Ferne auftauchte, waren wir froh, dass wir diese drei Tage hatten gemeinsam verbringen dürfen in denen uns eine völlig neue Dimension von Freundschaft gezeigt worden war. Mit solchen Gedanken fuhren wir Wien, und unseren wartenden Familien entgegen.

Herzlichen Dank an unsere Klassenvorstände Prof. Windhab und Prof. Pirker-Polaschek für die Organisation!

Manuel Holzbauer,  3BS