Kunststandl am Karlsplatz – eine einfache Machbarkeitsstudie

Am 19. Dezember 2011 gingen wir um 13:45 Uhr zum Weihnachtskunstmarkt am Karlsplatz um Informationen für unser Projekt „Weihnachtsstand“ zu erheben. Wir bekamen nämlich den Auftrag im Sinne des Controlling – Unterrichts zu recherchie-ren und zu ermitteln, ob es sich lohnen würde einen Stand zu eröffnen. Zur Vorbereitung überlegten wir uns einige Fragen im Vorhinein: Einerseits fragten wir nach der Organisation und der Einschätzung der Leute vom Markt und andererseits nach genauen Daten. Als erstes besuchten wir einen Stand, der mit ähnlichen Waren handelt, welche wir gerne verkaufen würden.

Der Mann den wir befragten schien äußerst nett zu sein, jedoch gelang es uns nicht, alle Informationen zu bekommen die wir erwarteten, weil er uns anscheinend nicht vertraute. Was aber sehr wichtig war, wurde uns sehr wohl mitgeteilt. Auf dem gesamten Markt dürfen keine Waren verkauft werden, die nicht mit eigenen Händen produziert wurden. Dies gilt auch für die Gastronomie. Der gesamte Markt gehört zu einem Verein, Divina Art, der sich für die Durchsetzung dieser und einiger anderer Vorschriften einsetzt. Mitglieder dieses Vereins bekommen etliche Vergünstigungen auf die Kosten, die bei der Gründung und der Erhaltung des eigenen Standes aufkommen. Dieser Verein ist in Kooperation mit einem zweiten Verein, bioAustria, dessen Prinzipien darin bestehen, ausschließlich aus biologischer Landwirtschaft stammende Produkte zu verkaufen.

Außerdem fanden wir heraus, dass alle Stände selbst gebaut werden (müssen). Der gesamte Markt bestand aus 80 Standeln. Die letzte Information. die uns der Mann gab war, dass am Sonntag (dem 4. Advent) eine 1500 Besucher waren. Die zweite Person, die wir befragten, gab uns überhaupt keine Auskunft, außer der Erwähnung, dass es eine Obfrau gibt. Diese Information führte uns direkt zur Obfrau, Christine Wieser, die die auskunftsfreudigste Person am gesamten Markt war. Sie beantwortete unsere unbeantworteten Fragen und war sehr freundlich. Mithilfe dieser Informationen gelang es uns ein Konzept für einen Stand zu gestalten der wirtschaftlich rentabel wäre. Jedoch mussten wir einiges umkrempeln, da wir am Anfang ja annahmen nur Zwischenhändler zu sein. Am Ende jedoch mussten wir mit Kreativität und Brainstorming unser eigenes Produkt erfinden. Wir überlegten uns Glühbirnen mit Wachs zu überziehen und diese dann als Weihnachtsschmuck zu verkaufen. So wurde der meistens etwas trockene Controlling Unterricht zu einem spannenden Erlebnis mit vielen Überraschungen.