Ein Besuch im Handelsraum der Raiffeisenbank International

Am Montag, den 20. Februar 2012, besuchten wir, die Controlling-Gruppe der VBS, HAK/HAS I Akademiestraße, den Handelsraum der Raiffeisen Bank International. Diese befindet sich im 3. Wiener Bezirk am Rand des Stadtparks.  Zunächst wurden wir von Herrn Mag. Florian Kübler freundlich in der Eingangshalle empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung durften wir den zweistöckigen Handelsraum – das sogenannte Front-Office – betreten. Im zweiten Stock, wo wir von der Galerie aus einen guten Überblick über das untere Stockwerk hatten, erhielten wir allgemeine Informationen über die Raiffeisen Bank International und den Aufbau des Handelsraums.  Im Zentrum des Handelsraums befinden sich die Tische der Händler, die in die Bereiche „Bonds“, „Commodities“ und „ Zinsen“ unterteilt sind.  Die Tische der „Sales“ (Kundenbetreuer) sind kreisförmig um die Tische der Händler angerichtet und je nach geografischem Zuständigkeitsbereich der Kundenberater in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt.  Als Vermittler zwischen Händlern und Kunden dienen die Kundenberater, da die Händler selbst keinen Kontakt zu den Kunden haben. Die Kommunikation innerhalb des Handelsraums erfolgt telefonisch, über den internen Chat oder – wenn es besonders schnell gehen muss – durch einfaches Zurufen.  Die Haupthandelszeit im Handelsraum der Raiffeisen Bank International liegt zwischen 08:00 und 18:00 Uhr, zu diesen Zeiten müssen die meisten Angestellten im Büro sein. Da die Raiffeisen Bank International sehr viel Wert auf eine Life-Work Balance ihrer Mitarbeiter legt und sich bemüht darauf zu achten, dass ihre Mitarbeiter die Arbeit nicht mit nach Hause nehmen, haben die Händler von zuhause keinen Zugriff auf die benötigten Softwareprogramme und Daten.  Jedem Händler bzw. jedem Tisch werden je nach Erfahrung und Können von den Vorgesetzen bestimmte Limits (bezüglich des Risikos, das eingegangen werden darf) vorgegeben. Von der Höhe jener Limits ist natürlich auch die Höhe der zu erzielenden Gewinne („targets“) abhängig. Je mehr Risiko ein Händler eingehen darf, desto mehr Gewinn sollte auch er erwirtschaften.  Die Einhaltung dieser Limits wird zwar auch von den Vorgesetzten im Front-Office beobachtet; für die eigentliche Kontrolle der Einhaltung dieser Limits ist jedoch das Mid Office bzw. das Back Office zuständig. Dabei handelt es sich um eine räumlich getrennte Einheit (befindet sich in einem anderen Bezirk), die für das Risikomanagement zuständig ist.  Die Exkursion in den Handelsraum der Raiffeisen Bank International war für uns ein äußerst interessantes und einmaliges Erlebnis – schließlich bekommt man nicht sehr oft die Möglichkeit, einen Handelsraum zu betreten und einen derart genauen Einblick in die dortigen Abläufe und in die Arbeit eines Händlers zu gewinnen.

Die ControllerInnen der 4BCK