Die 3CK erobert Ökonomia

Am 25. und 26. Februar 2011 nahmen wir, die Klasse 3CK, im Rahmen des BWPM-Unterrichts an einem zweitägigen Wirtschaftsplanspiel namens Ökonomia teil, das in der VBS-Akademiestraße stattfand. Dieses Planspiel wurde von Herrn Bauer geleitet, der bei der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Wien, Niederösterreich arbeitet.

Es begann damit, dass wir unsere Phantasie einsetzen mussten. Wir sollten uns vorstellen, in einem Flugzeug auf dem Weg in das fiktive Land Ökonomia zu sitzen. Kurz nach dem Start war die ganze Hektik vorbei und wir bekamen die Landeszeitung angeboten. Darin standen viele Zahlen, Daten und Fakten über das Land und dessen Einwohner. Zuerst erkundeten wir die wirtschaftlichen Fakten der gesamten Welt. Danach verglichen wir sie mit unserem Land Ökonomia.

Wir gingen auf einzelne Daten ein und besprachen ihren Hintergrund. Daraufhin konnte sich jeder Schüler einen von folgenden vier Bereichen aussuchen, deren Interessen er vertreten sollte: Regierung, Unternehmer, Arbeitnehmer oder Konsumenten. Jede Gruppe bekam noch auf ihre Rolle abgestimmte Informationen. Danach mussten sich die einzelnen Teams überlegen, wie sie die Situationen ihrer Wähler verbessern konnten, da sie natürlich wieder gewählt werden wollten. Auch die persönlichen Ziele mussten festgelegt werden. Danach begann die strategische Planungsphase, das heißt, alle Daten und Fakten mussten genau berechnet und präzise überdacht werden, denn eine falsche Entscheidung konnte viel Unheil in Ökonomia anrichten.

Nachdem die einzelnen Gruppen ihre Entscheidungen gefällt hatten, setzten sich alle Teams zusammen und diskutierten und verhandelten über die Durchsetzung ihrer jeweiligen Wünsche und Bedürfnisse. Dabei wurden Preise verhandelt, Streiks angedroht, Gehälter diskutiert, etc. Die Besprechungen waren anstrengend und emotionsgeladen, da jeder seinen Willen durchsetzen wollte. Nachdem eine Einigung erzielt wurde, simulierte eine Software die Auswirkungen unserer Entscheidungen und Maßnahmen in Ökonomia. In der nächsten Runde versuchte jede Gruppe wiederum, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu definieren und in Verhandlungsrunden durchzusetzen. Welche Auswirkungen diese Entscheidungen auf Ökonomia hatten, zeigte uns wiederum die Software.

Im Laufe des Planspiels wurde uns bewusst, warum die leitenden und verantwortungsvollen Funktionen, die wir übernahmen, so hoch bezahlt werden und Gruppenentscheidungen, wie sie zum Beispiel im Parlament erfolgen, sehr anstrengend und langwierig sein können. Durch die aktive Teilnahme an diesem integrativen Simulationsmodell erlebten wir die Auswirkungen unserer Entscheidung auf das virtuelle volkswirtschaftliche Gesamtsystem. Solche Entscheidungen zu treffen, sich untereinander zu einigen, so viel Verantwortung zu übernehmen und es allen recht zu machen, ist keine leichte Aufgabe. Dadurch, dass alle Schüler sich wirklich dafür interessierten und aktiv daran teilnahmen, machte das Projekt nicht nur Spaß, sondern wir sammelten damit auch viele neue Erfahrungen. Zusammengefasst: Ökonomia ist ein spannender Weg zum Verständnis von Wirtschaft und volkswirtschaftlichen Zusammenhängen mittels eines dynamischen Spiels.

Julia Jeziorko, Kimberly Wagner